Reizend: Ruhig neue Reize erleben statt immer nur Action

Viele Hunde haben im Alltag Schwierigkeiten mit Reizen.
Andere Hunde, Menschen, Fahrräder, Geräusche oder Gerüche sorgen schnell für Aufregung, Unsicherheit oder Frust. Besonders junge, hibbelige oder unsichere Hunde profitieren deshalb oft davon, in einem geschützten Rahmen lernen zu dürfen, mit solchen Situationen entspannter umzugehen.

Genau dafür gibt es „Reizend“.

In diesem Kurs verbinden wir ruhige Beschäftigung, Slowgility-Elemente und alltagsnahe Begegnungssituationen miteinander. Ohne Leistungsdruck. Ohne Hochpushen. Dafür mit viel Zeit, Orientierung und kleinen Erfolgserlebnissen.

Was ist „Reizend“ eigentlich?

„Reizend“ ist ein ruhiger Beschäftigungs- und Begegnungskurs für Hunde.
Die Hunde lernen spielerisch, sich trotz verschiedener Umweltreize zu konzentrieren, mit ihrem Menschen zusammenzuarbeiten und dabei möglichst entspannt zu bleiben.

Dabei nutzen wir unter anderem Elemente aus:

  • Agility (aber langsam)

  • Geschicklichkeitsarbeit

  • Körperwahrnehmung und Balancearbeit

  • ruhigem Begegnungstraining

Der Fokus liegt nicht darauf, möglichst schnell oder spektakulär durch einen Parcours zu kommen. Es geht vielmehr darum, gemeinsam als Team Lösungen zu finden und dem Hund die Möglichkeit zu geben, in seinem Tempo Erfahrungen zu sammeln.

Für welche Hunde ist der Kurs geeignet?

„Reizend“ eignet sich besonders für:

  • junge Hunde

  • hibbelige oder schnell aufgeregte Hunde

  • unsichere Hunde

  • Hunde mit Schwierigkeiten bei Hundebegegnungen

  • reaktive Hunde

  • Hunde, die von ruhiger Beschäftigung profitieren

  • Hunde, die mehr Selbstvertrauen entwickeln dürfen

Aber auch Hunde, die einfach Freude an gemeinsamer Beschäftigung haben, sind herzlich willkommen.

Die Gruppen sind bewusst klein gehalten, damit individuell auf die Teams eingegangen werden kann.

So läuft eine Stunde ab

Zu Beginn kommen die Hunde erst einmal in Ruhe an. Jeder Hund bekommt die Möglichkeit, sich die Umgebung anzuschauen und sich zu orientieren.

Anschließend arbeiten wir mit verschiedenen Stationen und Übungen, zum Beispiel:

  • Slalom

  • kleine Podeste

  • Balancierkissen

  • unterschiedliche Untergründe

  • langsame Geschicklichkeitsaufgaben

  • akustische Reize

  • Gerüche als Ablenkung

  • Begegnungssituationen mit anderen Hunden

Die Hunde bleiben dabei an der Leine.

Je nach Hund arbeiten meist mehrere Teams gleichzeitig mit etwas Abstand zueinander. Manche Übungen finden in der Nähe statt, sodass kontrollierte Begegnungssituationen entstehen können. Gerade für Hunde, die bei Hundebegegnungen Schwierigkeiten haben, kann das eine wertvolle Übung sein.

Zwischendurch gibt es immer wieder Ruhephasen. Viele Hunde lernen dort bereits enorm viel, indem sie andere Hunde einfach ruhig beobachten dürfen, ohne dass ständig Action entsteht.

Warum ruhige Beschäftigung für viele Hunde so wichtig ist

Viele Beschäftigungsangebote für Hunde sind sehr actionreich. Das macht kurzfristig Spaß, führt bei manchen Hunden aber auch dazu, dass sie immer stärker hochfahren und sich draußen schwerer regulieren können.

Bei „Reizend“ geht es deshalb bewusst um ruhige Beschäftigung.

Die Hunde dürfen:

  • ausprobieren

  • beobachten

  • nachdenken

  • Pausen machen

  • selbst Lösungen finden

Gerade unsichere Hunde profitieren häufig davon, wenn sie erleben, dass sie Situationen selbst bewältigen können. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit kann helfen, langfristig mehr Sicherheit und Selbstvertrauen aufzubauen.

Auch hibbelige Hunde lernen oft mit der Zeit:

  • Frust besser auszuhalten

  • sich trotz Reizen wieder herunterzufahren

  • sich entspannter an lockerer Leine zu bewegen

  • ruhiger mit anderen Hunden umzugehen

Begegnungstraining ohne Daueranspannung

Ein wichtiger Teil des Kurses ist das Thema Hundebegegnungen.

Viele Hunde lernen im Alltag unbewusst, dass andere Hunde automatisch Aufregung bedeuten. Bei „Reizend“ möchten wir eine andere Erfahrung schaffen:

Andere Hunde dürfen da sein, ohne dass ständig Kontakt oder Action entsteht.

Ruhiges Hinschauen ist dabei ausdrücklich erlaubt und oft sogar sinnvoll. Hunde müssen nicht permanent wegschauen oder sich ausschließlich am Menschen orientieren. Stattdessen lernen sie Schritt für Schritt, Reize wahrzunehmen und trotzdem ansprechbar zu bleiben.

Die Menschen bekommen dabei praktische Tools an die Hand, die auch im Alltag helfen können, Begegnungen entspannter zu gestalten.

Außerdem sprechen wir immer wieder darüber:

  • wie man Körpersprache besser lesen kann

  • woran man Stress oder Überforderung erkennt

  • wann Hunde Pausen brauchen

  • wie man Training individuell anpassen kann

Lernen in einer Ja-Umgebung

Uns ist wichtig, dass Hunde sich ausprobieren dürfen.

Es geht nicht darum, Fehler zu vermeiden oder perfekt zu funktionieren. Stattdessen schaffen wir eine Umgebung, in der Hunde viele erwünschte Verhaltensweisen zeigen können und dafür passende Unterstützung bekommen.

Das Training soll den Hund nicht klein machen, sondern ihn stärken.

Lust bekommen?

„Reizend“ findet freitagabends auf einem Hundeplatz in München, Ecke Bogenhausen, statt.

Wenn du einen jungen, hibbeligen, unsicheren oder reaktiven Hund hast oder einfach Lust auf ruhige gemeinsame Beschäftigung hast, freuen wir uns sehr auf euch.

Anmeldung und Infos:
info@lunalernt.de

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